Juni 2018

Erstaunlich!

Unsere Lapplandreise ist in Finnland immer noch ein Thema. Vor einigen Tagen habe ich über Facebook den Hinweis auf einen Artikel bekommen, der in der Lokalzeitung von Pyhäjärvi erschienen ist. Ihr erinnert Euch hoffentlich alle…

In Emolahti haben wir vor zwei Jahren ein ganz tolles Oldtimertreffen besucht, das Emolahti Meeting, ein Treffen hauptsächlich für Fans amerikanischer Autos. Diese Treffen findet nun wieder statt und in einem Vorbericht erinnert man sich an uns und das Allerbeste ist, dass wir namentlich erwähnt und mit einem Bild gewürdigt werden! Schaut Euch mal den Artikel an (auch wenn er auf Finnisch ist). WOW!!!

Ich werde dieses Jahr wieder in Emolahti sein, diesmal findet das Kesäkauden Päättäjäiset Treffen genau auf dem gleichen Campingplatz in statt.

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Die Rückreise

geschrieben von Petteri

31. August 2016

Der Tag auf See war ruhig und erholsam, wir haben viel und immer wieder gegessen, waen in der Sauna, haben gechillt und uns mit Frank und Catherine unterhalten. Am Abend um 21.30 Uhr kam das Schiff in Travemünde an und es dauerte eine ganze Weile, bis wir von Bord fahren konnten. Weiter ging es in ungewohnter Dunkelheit Richtung Hamburg, wo wir um 23 Uhr ankamen. Freudig empfangen von Jann (dem Betreiber der Oldtimertankstelle, erinnert ihr euch an den Anfang der Reise???)durften wir in seinem soeben fertiggestellten Gästezimmer übernachten. Jann lebt mitten im ehemaligen Freihafen und hat dort auf einem großen Gelände eine Wohnung renoviert. Echt super gemacht und mit ganz viel Stil und Liebe zum Detail eingerichtet. Schöner Wohnen im Hafen, chapeau Jann!

01. September 2016

Morgens war vor dem Haus ordentlich was los, viele LKW mussten abgefertigt werden und dementsprechend waren wir schon echt früh auf den Beinen. Jann musste zur Arbeit und so sind wir gemeinsam zur Oldtimertankstelle gefahren, wo wir ordentlich gefrühstückt haben. Frisch zubereitet, haben Rühreier, Strammer Max du Kaffee superlecker geschmeckt. Hier spürt man, dass mit Leidenschaft gearbeitet wird und stilvoll ist es darüber hinaus auch, die gesamte Tankstelle ist im Stil der 50er-Jahre eingerichtet und es stimmt jedes Detail.

Während wir frühstückten hat sich Alex, der Compagnon von Jann unseres Jeanskäfers angenommen und ihn auf Herz und Nieren untersucht.

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Zum Konzept der Oldtimertankstelle gehört nämlich auch eine GTÜ-Prüfstelle, die Alex als Sachverständiger betreibt. Nach eigehender Untersuchung und Prüfung stand fest:

TÜV- und AU-Prüfung ohne festgestellte Mängel bestanden, Oldtimergutachten positiv, das Auto kann mit H-Kennzeichen angemeldet werden. Jetzt hatte wir es also auch Schwarz auf Weiß, das der Jeanskäfer ein guter Kauf war. Viele Details an diesem Auto deuten darauf hin, dass es tatsächlich erst 50.000km gelaufen hat und sich in ganz hervorragendem Zustand befindet. Unter anderem fanden sich an den Vorderradbremsen die originalen Bremsschläuche, die 1975 im Werk eingebaut wurden…

Schon entstand die nächste Idee und nach einem Anruf in Wolfsburg war klar, dass wir uns das entsprechende Schwesterfahrzeug im dortigen Museum genauer anschauen werden. Also auf nach Wolfsburg zum Campingplatz am Allersee, wo wir auf der Hinreise schon übernachtet hatten. Abendessen im kolumbianischen Pavillon direkt am Seeufer und dann zum letzten Mal in diesem Urlaub „Ab in die Zelte und gute Nacht!

02. September 2016

Auch das VW-Museum war uns ja schon bekannt, allerdings war der Jeanskäfer beim ersten Besuch auf Reisen. Heute war er da und wir haben ihn ganz genau angeschaut und mit unserem Schmuckstück verglichen. Echt spannend kann ich da nur sagen und jetzt wissen wir, dass unser Käferchen echt richtig gut dasteht und in Details sogar besser als das Museumsauto. So sind die Sitzbezüge deutlich besser, die Lampenringe vorne nicht nachlackiert, sondern original du zu allem Überfluss ist unser Exemplar älter als das hier ausgestellte Schmuckstück! Der Oberknaller kann man da nur sagen.

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Nach diesem positiven Besuch haben wir uns auf den Weg nach Jülich gemacht und das Chaos auf den deutschen Autobahnen in all seinen Facetten in Erinnerung gerufen bekommen. Stau aufgrund von langen Baustellen, Stau aufgrund von Unfällen, Stau aufgrund von zu vielen Autos, riskante Überholmanöver, aggressive Fahrweise, zu dichtes Auffahren bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h, Raser, brüllende Auspuffanlagen (vor allem bei Autos der Marke Porsche). Kurzum: gar nicht schön und ich glaube wenn sich der Verkehr so weiter entwickelt wird das in Kürze alles komplett zusammenbrechen. Meiner Meinung nach ist ein Tempolimit dringend angesagt (so wie es auch in allen anderen Ländern der Fall ist) damit ein wenig mehr Ruhe auf die deutschen Straßen kommt.

In Jülich besuchten wir Stefan und seine Familie. Stefan ist mein alter „Sandkastenfreund“, wir kennen uns nun schon seit einer halben Ewigkeit, nämlich über 40 Jahre. Nach dem Abendessen fuhren wir gemeinsam nach zur Bierbörse, einem riesen Event, dass zum 2. Mal in Jülich gastierte und wo man Bierspezialitäten aus der ganzen Welt genießen kann, was wir dann auch getan haben. Den Ausklang des Abends und die halbe Nacht saßen Stefan und ich im Käfer und haben wie in früheren Zeiten eine kleine „Käferparty“ zelebriert. Sehr schön!

03. September 2016

Die letzte Etappe von Jülich nach Schallbach stand heute auf dem Programm, insgesamt knapp über 500km, die wir wie immer ohne Probleme und diesmal auch ohne Stau und ähnliche Unannehmlichkeiten gemeistert haben. Zuhause angekommen haben wir dann den Grill angeschmissen und endlich mal wieder ordentlich gegrillt! Jetzt ist sie also vorbei unsere Tour in die Weiten des Nordens, die Wälder Finnlands, die Flüsse  in Lappland, die Tundra, das Nordkapp und vor allem ist die schöne Zeit der vielen netten herzlichen Begegnungen mit vor allem finnischen Menschen vorbei. Wir haben viel erlebt und es hat sich auf jeden Fall gelohnt, mehr davon in den kommenden Jahren.

 

Die letzten Tage in Finnland

23. August 2016 (geschrieben von Matti)

Direkt als wir um 11 Uhr aufgestanden sind, stand ein Reporter mit dem Campingplatzbesitzer bei uns vor die Hütte und interviewte Papa. Als der Reporter gegangen war, haben wir uns auf den Weg zur Küche gemacht, damit wir frühstücken konnten. Es gab mal wieder Bacon & Eggs. Mittags waren wir in der Alt-Stadt von Kokkola mit sehr vielen alten Holzhäusern. Da Papa heute mal etwas besonderes zu seinem Geburtstag essen wollte, sind wir in einen nahegelegenen Fischereihafen gefahren. Dort haben wir Siika gekauft und Papa hat als Geburtstagsgeschenk von einem Fischer etwa 200 g Siika-Fischeier bekommen (im Laden kostet das Kilo stolze 100,-€). Später haben wir uns eine Vorspeise mit den Fischeiern gemacht. Den Siika haben wir über dem Feuer gebraten und dazu gab es Folienkartoffeln.

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24. August 2016 (geschrieben von Matti)

Am Morgen haben wir unsere Sachen gepackt, damit wir noch ein bisschen Zeit zum Frisbeegolf spielen haben. Aber ich hatte nicht so viel Glück, denn bei der letzten Bahn habe ich meine Frisbee unglücklich in einen Fluss geworfen und zwar so unglüclich, dass ich sie nicht mehr holen konnte. Doch dann haben wir uns auf den Weg Richtung Pieksämäki gemacht. Wir haben einen leckeren Kaffee-Stop in Saarijärvi gemacht und sind um etwa 18 Uhr in Pieksämäki angekommen. Wir haben bei Tuuliki geschlafen und haben „Karjalan Paisti“ gegessen, ein altes karelisches Gericht. Danach sind wir in die Sauna gegangen und zum Abkühlen in den See. Später haben Kalle und ich noch ein bisschen Monopoly gespielt und sind dann ins Bett.

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25. August 2016 (geschrieben von Matti)

Durch einen hellen Sonnenstrahl durch das Fenster wachte ich auf. Von der Küche her kam ein leckerer Geruch zu mir herüber. Es gibt Hafer-Grütze mit Milch und Blaubeeren. Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt, damit wir zu Raili fahren konnten. Da wir in Pieksämäki immer in ein bestimmtes Angelgeschäft gehen, ging wir direkt am morgen in den Green Trail. Als wir dann mit einkaufen fertig waren, sind wir endlich los gefahren. Wir haben noch kurz in Mikkeli gehalten, damit wir ein Pulla essen und dazu einen Kaffee trinken können. Nach etwa anderthalb Stunden weiterer Fahrzeit, waren wir endlich bei Raili in Hamina angekommen. Bei ihr gab es Chicken-Wings mit Reis und Salat. Später haben Kalle und ich noch ein bisschen Fernsehen geschaut.

26. bis 28. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Kurz vor der Abfahrt ins Ferienhaus wurden wir mal wieder von einem Lokalreporter interviewt, dem unsere Autos aufgefallen waren und dessen Redaktion schräg gegenüber vom Wohnhaus meiner Tante liegt. Die ist nunn unser 4. Interview während unserer Reise. Sobald ich alle Artikel zusammen habe, werde ich sie hier veröffentlichen.

Seit vorgestern sind wir nun im Ferienhaus meiner lieben Tante. Dies ist für uns alle ein ganz besonderer Ort und was wir hier so tun und getan haben wird nicht veröffentlicht. Bitte habt Verständnis dafür. Zwei Bilder sollen einen Eindruck der wunderbaren Landschaft vermitteln, mehr Infos gibt es nicht!

29. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Der letzte ganze Tag in Finnland…

Um 6.00 Uhr klingelte der Wecker, denn heute stand der die Rückfahrt ans Festlnd auf dem Programm. Sachen packen, frühstücken und ein Fußmarsch von 45mi zm Bootsanleger waren unser Morgenprogramm. Die Fähre kam pünktlich und bereits kurz vor 10.00 Uhr waren wir in Kotka und kurze Zeit später wieder in Hamina. Dort haben wir unsere Siebenachen in unsere Käfer umgeladen und sind in Richtung Helsinki gefahren. Das Wetter war bereits morgens stark bewölkt, vereinzelte Schauer fielen vom Himmel und bei unserer Ankunft in der Hauptstadt regnete es ohne Pause. Dies hat sich bis jetzt (21.40 Uhr) nicht geändert. Unser nachmittäglicher Stadtbummel fiel dementsprechend kurz aus.

Aufgrund des Wetters haben wir auf den Zeltaufbau verzichtet und uns kurzerhand ein luxuriöses Ferienhäuschen auf dem Campingplatz Rastila gemietet. Hier gibt es alles, was man s braucht inklusive eigenem Badezimmer mit Dusche und Fußbodenheizung, Küchenzeile, Kühlschrnk, Fernseher, übderdachter Terasse usw. Preis? 110,-€! Man gönnt sich ab und zu mal was…

Bilder habe ich heute gar keine gemacht…

Morgen früh werden wir noch ein Geschäft names „Come to Finland!“ besuchen, welches uns drei Poster schenken will. Über Facebook wurde ein Foto unseres Käfers gepostet, die Inhaber fanden unsere Story toll und haben sich diese Aktion ausgedacht. da bin ich ja mal gespannt, was uns da erwartet!

Hier mal der Text und das dazugehörige Bild:

Look what one of our ”correspondents” spotted just the other day in Utsjoki, in the far north of Finland! It’s a classic VW Beetle with an (almost …) equally classic Finnish Travel poster attached to it. The story? The owner is a Finland / VW Beetle / Fishing -fan from Lörrach in southern Germany who fell in love with the poster, and now he has driven, with his son, some 3000 km from Germany to Utsjoki to fish in the great Teno/Tana-river that borders Norway. After that they’re attending the annual Beetle meeting, this year in Kalajoki. Know what? We love this guy so much we’ll give him any three classic Finnish travel posters from our shop at shop.cometofinland.fi. Take contact with us, we’d anyway like to hear some salmon stories from Tenojoki…!

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Cool, oder?

30. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Abschiedstag…

Das Wetter war leider nicht das Allerbeste (+12°C und Regen) und nun hieß es Abschied nehmen von diesem uns so arg an´s Herz gewachsenen Land und seine fantastischen Menschen. Nachdem wir die Autos gepackt hatten fuhren wir noch bei einem wunderschönen Samba-Bus vorbei, der uns bereits gestern aufgefallen war. Die beiden Besitzer kommen aus der Schweiz und wohnen gar nicht weit weg von uns in Zurzach. Ihre Reise führte sie nach Island und von dort über Dänemark, Schweden und Norwegen nach Finnland. Über 14.000km mit einem so wunderschönen Auto von 1964, ein Traum! Schnell stellte sich heraus, dass sie auch mit der gleichen Fähre nach Travemünde fahren wie wir du wir verabredeten uns auf einen Plausch auf dem Schiff.

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Weiter ging es dann in den Westen von Helsinki, wo wir das „Headquarter“ von „Come to Finland“ besuchten. Wir wurden herzlich von Christoffer Eriksson, dem Verkaufsleiter des Teams begrüßt, er hatte schon auf uns gewartet. Nachdem er uns die Arbeit von „Come to Finland“ vorgestellt und die Räumlichkeiten des kleinen Verlags gezeigt hatte, durften wir uns wie versprochen drei wunderschöne Plakate aussuchen. Außerdem schenkte uns Christoffer noch eine Auswahl an Postkarten und ein deutschsprachiges Buch über die Geschichte der touristischen Werbeplakate in Finnland. Die Firma hat sich darauf spezialisiert solche alten Werbeplakate zu finden und sie dann wieder neu aufzulegen, sie organisiert Ausstellungen und verkauft ihre Produkte an über 200 Orten in Finnland und im Internet natürlich weltweit. Der Schwerpunkt liegt hierbei in Finnland, allerdings beschäftigen sie sich auch mit dem schwedischen Markt. Alle Produkte werden in Finnland hergestellt und auch das gehört zur Philosophie des Teams. Also keine Billigprodukte, über deren Herkunft man nie wirklich Bescheid weiß, sondern „Made in Finland“! Cool und aus meiner Sicht ein schönes Beispiel für eine tolle Geschäftsidee

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Weiter ging es dann auf den Marktplatz von Helsinki zum Abschiedskaffee, den wir genossen haben, anschließend dann noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft und ab in den Hafen von Vuosaari, wo wir bei Finnlines eingecheckt haben. Pünktlich um 17.00 Uhr verließ das Schiff den Hafen und wir standen noch eine ganze Weile an Deck und haben uns prächtig mit Frank und Karin unterhalten. Die beiden haben eine ganz ähnliche Idee des Reisens wie wir und es war eine Freude mit ihnen zu plaudern. Auch das Wetter hatte es sich noch einmal anders überlegt, die Sonne schien und es angenehm warm. Abends gab es dann noch ein leckeres Essen im Restaurant, danach saßen wir noch eine ganze Weile an der Bar, haben uns Geschichten erzählt, die Reise Revue passieren lassen, von kommenden Reisen geträumt, über mögliche zukünftige Fahrzeuge oder Projekte schwadroniert und die gemeinsame Zeit genossen. Außerdem gab´s natürlich wieder Nüsse!

„Kesäkauden Päättäjäiset“ Kalajoki 19.-21. August 2016

Bereits zum vierten Mal in Folge besuchten wir dieses Treffen des finnischen VW-Klubs, das normalerweise jedes Jahr an einem anderen Ort stattfindet. Letztes Jahr waren wir allerdings schon einmal hier, davor fanden die Treffen in Iisalmi und Iso-Syöte statt. Der Campingplatz in Kalajoki liegt wunderschön direkt am Meer hinter den Dünen und ist einer der größten Plätze in Finnland.

IMG_3669Und was hier so alles passiert ist erzählen wir euch in den kommenden Stunden…

Abends haben wir mit der Lappland-Crew noch ein mal Suppe gegessen, die wie immer super geschmeckt hat. Es gab ein Hühnchen-Suppe mit viel Gemüse und Gewürzen. Zur großen Überraschung hat Ari eine Vor-Geburtstags Party organisiert. Es gab Blaubeerkuchen, Getränke, Geschenke für Papa und tolle Kapuzenjacken  für die ganze Familie.

20. August 2016 (geschrieben von Matti)

Morgens sind wir früh aufgestanden, um die Pfandlaschen einzusammeln die auf dem Gelände rumlagen. Als die Küche aufgeschlossen wurde, haben wir uns etwas zum Frühstück gemacht und im Anschluss direkt gespült. Danach haben wir uns die alten Autos angeschaut und sind zum ersten Programmpunkt gelaufen. Es hieß: „Frisbeegolf Putting-Wettbewerb“. Doch leider hat keiner von uns vieren gewonnen. Aber während wir geworfen haben kam der Veranstalter des Volleyball-Turniers zu uns und hat gefragt ob wir mitspielen wollen. Natürlich haben wir ja gesagt und haben uns schnell umgezogen, damit wir mitspielen konnten. Leider hat unser Team nicht gewonnen, aber wir haben noch ein mal die Teams getauscht und ein Spiel gespielt.

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Direkt danach gab es Frauensauna und Mama ist schnell mit ein paar anderen Frauen losgelaufen. Als sie wieder zurück kam, konnten wir Männer in die heute sehr heiße Sauna gehen, doch es tat gut sich mal wieder zu entspannen. Aber das Highlight der Sauna war dann die schöne Abkühlung im etwa 14°C kalten Meer. Bevor die Volkswagen Gala begonnen hat, haben wir uns noch unsere Bratwürstchen gegrillt, damit wir nicht hungrig zur Gala müssen. Bei der Gala wurden wir dann zum vierten mal in Folge für die längste Anreise gekürt. Unter lautem Applaus gingen wir vor und holten uns unseren Preis ab. Nach der Gala wurde noch viel gefeiert und gelacht bis dann alle, einer nach dem anderen in seinen Bus oder sein Zelt gekrochen ist.

Und hier ein paar nette Bilder vom Treffen:

21. August 2016 (geschrieben von Matti)

Heute sind wir wieder früh aufgestanden um Pfand zu sammeln. Zum Frühstück haben wir wieder das gleiche wie bei den letzten Tagen gemacht Bacon and eggs. Um 11 Uhr war dann Tombola und wir haben drei mal gewonnen (Pullover, vw Ente, Katenspiel ,Comics…)danach haben unsere Freunde alle zusammen gepackt und nachdem wir uns von Ihnen verabschiedet haben sind sie dann auch losgefahren. Nur Kilpijokis sind noch eine Nacht geblieben. Deswegen haben wir noch mit den Kindern gespielt und haben danach haben wir noch den Sonnenuntergang genossen und zusammen gegrillt.

22. August 2016 (geschrieben von Matti)

Alarm am Morgen! Die Zelte schwimmen!

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In der Nacht hat es so viel geregnet, dass sich auf dem Zeltplatz viele kleine Seen gebildet haben. Leider auch unter unserem Zelt. Die Zelte waren zum Glück trocken, aber wir wollten keine nassen Schlafsäcke riskieren. Also hieß es aufstehen! Wir breiteten uns unter dem Vordach der Küche aus und mit Tee, Kaffee, Bacon und Eggs sah die Welt schon besser aus. Danach hieß es einpacken und auch Kilpijokis mussten ihr nasses Vorzelt einpacken. Nun hieß es Abschied nehmen und wir hofften, Markus, Mari und die Kinder bald wieder zu sehen. Für uns ging die Reise weiter nach Kokkola auf den Camingplatz in eine Hütte für zwei Nächte, damit wir unsere nassen Sachen wieder trocknen können. Am Nachmittag fuhren wir zu Ari Huhta ( Neo-Retro ), er betreibt einen Teilehandel für alte luftgekühlte VW- Fahrzeuge. Da waren wir richtig! Wir haben für beide Käfer neue Scheibenwischer gekauft und Papa hat eine ganze Liste an Teilen  bestellt. Viel spannender war aber Ariˋs Leidenschaft: er sammelt alte VWˋs. In  seinem Garten/Hof und vielen Häusern durften wir seine Schätze anschauen. Von total verrosteten Käfern bis zu teuren Schowcars war alles dabei.

Seine zweite Leidenschaft ist auch ein bisschen außergewöhnlich: er sammelt alte Häuser wie z.B. einen alten Kuhstall, alte Fischerhütten und ein altes Bauernhaus. Dadurch, das sein Grundstück so groß ist, stellt er die Häuser einfach in seinen Garten. Zur Überraschung wurden wir zum Schluss im Museums-Bauernhaus zu Kaffee, Saft und Kuchen eingeladen. Zusammen mit seiner Frau haben wir zusammen mit seiner Frau haben wir zusammen mit seiner Frau haben wir uns noch schön unterhalten und das Hauptthema war natürlich: die ganzen alten Autos. Im Grillikota im Campingplatz gab es leckere Grillimakkara mit Folienkartoffel und Salat. Und dann war es so weit: 24 Uhr: Wir feiern Papaˋs Geburtstag!

Auf zum Nordkapp!

Morgen geht es also los…

Ulla hat eben ein paar Bilder geschickt von der „Mannschaft“, die sich auf den Weg gemacht hat. Und brühwarm werden die Bilder sofort online gestellt!

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17. August 2016 (geschrieben von Matti)

„Nur noch 20 km!“ hieß es und wir beeilten uns mit dem Packen des Käfers denn er war noch nicht ganz fertig. Kurz zuvor hatten wir uns mit einem Käse- oder Nutellabrot und Tee fertig aufgeweckt. Doch nun wurden wir ein bisschen aufgeregt, denn wir würden in etwa einer viertel Stunde unsere Mama wieder in die Arme schließen können. Wir tankten unseren Käfer noch schnell voll und schon hörten wir sie: Die Motoren der alten Autos waren kaum zu überhören, alle schön in einer Reihe parkten sie auf dem Tankstellenparkplatz und Mama mittendrin. Wir freuten uns sie wieder zu sehen, aber schauten auch gleichzeitig auch noch auf die anderen VWˋs: einen T1, zwei T2, einen Typ 3 1600 Variant und mit unserem Käfer waren es fünf Käfer. Unser Auto ist das Älteste dieser Reise und das von Mama das Jüngste (1962 – 1975). Doch nach einer kurzen Pause ging es weiter.

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Ich habe mich zu Mama gesetzt, damit sie nicht so alleine fahren muss. Auf der Fahrt hatten wir viel Spaß und haben uns über die derzeitigen Ferienstände unterhalten. Das Wetter war traumhaft schön und wir haben die Fahrt genossen, dazu kam auch noch die wundervolle Strecke die direkt am Meer verlief.

Am Nordkap angekommen, stellten sich alle Fahrzeuge in eine Reihe und wir haben uns sofort wohlgefühlt. Alte Autos, schönes Wetter ( was nicht sehr typisch ist für das Nordkap ) und eine tolle Landschaft.

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Kalle und ich haben ein bisschen die Gegend erkundet und versucht, Steine von der Klippe ins Wasser zu werfen. Leider konnten wir keinen Erfolg feiern. Doch als wir zurückkamen hat Pete schon angefangen zu kochen: es gab Fischsuppe mit viel Gemüse drinnen.

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Dadurch, dass es so schönes Wetter war, gab es einen superschönen Sonnenuntergang den wir alle genossen haben. Übernachtet haben wir direkt neben dem Parkplatz, wo wir kurzerhand die Zelte aufgeschlagen haben. Eine Nacht am Nordkapp, das ist schon was Besonderes, zumal wenn das Wetter mitspielt, die Leute supernett sind und einfach alles zusammen, ist super.

Und das sind sie nun alle, die „Finnland-Karawane“ oder wie wir oft scherzhaft gesagt haben: „Der Zirkus Finlandia“

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18. August 2016 (geschrieben von Kalle)

Die Nacht war angenehm  warm aber es war ziemlich hell. Wir sind dann um 7:30Uhr aufgestanden und haben sofort unsere Sachen gepackt und verstaut. Jeder hat sich dann noch was zu Essen gemacht und sind so ca. um 8:30Uhr losgefahren. Immer wieder begeneten uns während der Reise hier im Norden Rentiere , die z.T. einfach mitten auf der Straße standen, die Straße überquerten oder gemütlich am Straßenrand zu sehen waren. Ein besonders schönes „Exemplar“ kann man hier sehen:IMG_3355Die Fahrt ging dann erstmal zu einer Shell Tankstelle in Alta wo die Bremsen am T1 aus unserer Gruppe festgingen und dann wieder repariert werden mussten.

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In der Zeit haben wir erstmal was gegessen und haben mit den anderen geredet nach einer dreiviertel Stunde ging es dann weiter. Der T1 und einer der von den beiden T2 sind schon vorgefahren wir sind dann gemütlich weiter gefahren. In den Bergen haben wir sie dann am Straßenrand gefunden aber sie haben gesagt wir sollen weiter fahren wir haben dann auf dem nächstem Parkplatz gewartet und fünf Minuten später sind dann der T1 und der T2 hupend vorbei gefahren und wir wollten hinterher fahren aber einer von den Käfern ging dann nicht an und wir mussten wieder warten. Danach ging alles gut wir waren danach noch in Finnland für die Suppe heute Abend einkaufen. Wir fuhren dann nach dem Einkaufen nach Mounio auf dem Campingplatz Harriniva, wo wir alle zusammen gekocht haben. Um kurz vor 24 Uhr sind wir dann ins Bett gegangen und haben gut geschlafen.

19. August 2016 (geschrieben von Petteri)

521km standen heute auf dem Plan und das Ziel war der Campingplatz in Kalajoki, wo nicht nur der „Zirkus Finlandia“, sondern auch noch viele viele andere Freunde alter VWs sich niederlassen wollten. Von diesem Event mehr im nächsten Kapitel.

Heute hat sich das Wetter im Verlauf des Tages verändert und es begann zu regnen. Morgens war noh alles gut, och in der Höhe von Tornio, wo wir noch eine Pause bei einem befreundeten VW-Liebhaber machten wurde es stürmisch und regnerisch. Henri hat auf seinem Hof einige echte Waldfunde (oder Projekte, wie man hier sagt) stehen, die darauf warten restauriert zu werden.

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Der weitere Weg führte uns auch noch nach Schweden, von Ylitornio bis Haparanda fuhren wir auf schewdischen Straßen, so wurde aus unserer Nordkapp-Reise auch gleichzeitig eine Dreiländer-Fahrt. In Schweden haben wir an Pete´s T2 noch die Vordrerreifen von links nach rechts gewechselt, weil der linke Vorderreifen innen stark abgefahren war. Hier müssen Spur und Sturz eingestellt werden. Zudem wurde ein starker Ölverlust an der Zusatzölwanne sichtbar. Auch das Auto von Aki und Sari zeigte Verschleißerscheinungen, hier muss sehr bald der motorseitige Simmerrin zur Kupplung gewechselt werden. Jouni´s Käfer stotterte immer wieder und wie wir erfahren haben ist er auf der Fahrt von Kalajoki nach Helsinki liegen geblieben und musste abgeschleppt werden. Unsere Käfer dagegen laufen und laufen und laufen!

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Weiter ging es über Kemi und Oulu nach Kalajoki, wo wir am frühen Abend ankamen und freudig begrüßt wurden, viele Freunde und Bekannte bereiteten uns einen tollen Empfang und der Abend und das ganze Wochenende war einfach genial. Das ist nun das Ende unserer Reise ans´s Nordkapp und der Startpunkt für das nächste Kapitel.

 

Abenteuer Lappland

08. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Tja, jetzt sind wir also in Lappland angekommen. Die heutige Etappe führte uns von Oulainen über Oulu und Kemi und Tornio in die Hauptstatdt der Provinz Lappland nach Rovaniemi.

Aber schön der Reihe nach… Nach Aufstehen, Morgentoilette und Frühstück sind wir ins Zentrum von Oulainen gefahren und haben nach einem Tankstopp und den ersten Fotos von begeisterten Finnen spontan entschieden, dass wir Ari noch im Geschäft besuchen, in dem er arbeitet. Einige Minuten, nachdem wir im Elektrogeschäft nett von allen Mitarbeitern begrüßt wurden, stand plötzlich schon wieder die Presse neben uns und fragte, ob ein Interview möglich sei. Den Reporter hatte Aris Chef spontan angerufen, als er von unserer Reise erfahren hatte. So wird am kommenden Donnerstag ein Artikel in der lokalen Wochenzeitung erscheinen. Wo auch immer wir hinkommen treffen wir auf nette und freundliche, neugierige und beegeisterte Menschen. Das macht Spaß!

Die Fahrt heute war gekennzeichnet von viel Wind, zeitweise schaukelte unser Käfer ganz ordentlich hin und her. Der Wind ist der Vorbote für ein Tiefdruckgebiet, welches sich von Westen her nähert und in den kommenden Tagen für Regenschauer und deutlich niedrigere Temperaturen sorgen wird. Der finnische Wetterbericht sagt Tageshöchsttemperaturen von +13 Grad vorher. Na dann…

Haben unsere Zelte nach knapp 300km Fahrt auf dem Campingplatz von Rovaniemi aufgeschlagen. Dieser Platz liegt schön am Flussufer, ist aber für das was er an Ausstattung bietet völlig berteuert, die Nacht kostet uns 35,-€ und das ohne Strom, einem zugigen ungepflegten Küchenhaus und alten Sanitäranlagen… Hier weiß man, wie man den Touristen das Geld aus Tasche ziehen kann, schließlich sind wir ja in der Hauptstadt Lapplands ubd nur 10km vom Polarkreis entfernt…

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Für morgen haben wir uns vorgenommen bis zum Inarisee zu fahren und dann kann das Angelabenteuer beginnen.

09. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Der heutige Tag fing so richtg schlecht an, es regnete in Strömen und es war schwer, die Jungs zu irgenetwas zu bewegen. Es war kar, dass wir die Zelte nass einpacken mussten und letztendlich war ich es, der die ganze Arbeit an der backe hatte. Zum Glück haben wir echt gute Zelte, die so gebaut sind, dass man die Innenzelte aushängen kann, was ich dann auch getan habe. Nachdem alles verpackt war, sind wir zum Einkaufen und Tanken  gefahren und haben dann während der Fahrt gefrühstückt. Kalle hat etwas neues zu Essen entdeckt, eine Art dicker Pfannkuchen mit Rentierfleisch, schmeckt echt lecker und macht richtig schnell satt.

Unsere Fahrt führte uns zunächst über den Polarkreis. Für uns eigentlich nix Neues, sind wir doch schon das ein oder andere Mal hier oben gewesen. Trotzdem haben wir angehalten und ein Foto gemacht. Dann ging es aber schnell weiter, alle Geschäfte, Touri-Abzock-Stationen, Souvenirläden und das Haus des Weihnachtsmanns haben wir einfach links und rechts liegen gelassen, das ist nicht unsere Welt!

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Im Verlauf der Fahrt über Sodankylä nach Ivalo sind uns die ersten Rentiere begegnet, wir kamen am Saariselkä vorbei und machten im Goldgräberdorf von Tankavaara eine Kaffeepause.

 

Von Ivalo ging es nach Inari, welches direkt am Inarisee liegt, weiter in Richtung Norden machten wir dann einen kurzen Halt an einem uns auch von unserer letzten Reise in den Norden bekannten Souvenirshop Halt, wo wir drei schöne Wurstgrillstöcke gekauft haben. Etwa 10km weiter nördlich haben wir im Wald unser Nachtquartier aufgeschlagen. Wild campen ist ja hier in Finnland ausdrücklich erlaubt. Die Stimmung ist wieder prima und wir sind so langsam angekommen. Den Rest erzählen die Bilder.

10. und 11. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Ganz kurzer Text und dann ganz viele Bilder. Wir sind von Kaamanen an dee Nordseite des Inarisees nach Kirkenes gefahren, dann weiter Richtung Westen, wo wir am Varangerfjord „In the middle of nowhere“ einen traumhaften Übernachtungsplatz gefunden haben. Nachts war es mit +7°C recht kühl, aber niemand hat gefroren, gute Schlafsäcke sind hier natürlich Voraussetzung. Vormittags waren wir am Fjord angeln und einkaufen (Königskrabben für das Abendessen)  und sind dann weiter zum Tanafjord und diesen entlang bis zur Mündung des Tana bzw. Tenoflusses. Tana ist der norwegische, Teno der finnische Name, Ja ud jetzt sind wird wieder in Finnland in Utsjoki, wo wir die kommenden Tage unser Glück beim Lachsfischen versuchen werden.

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Waldfußball

Kirkenes

Varangerfjord

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Königskrabben zum Abendessen

12. August 2016 (geschrieben von Kalle und Petteri)

Nachdem wir ordentlich ausgeschlafen hatten frühstückten wir gemütlich im Küchenhäuschen des Campingplatzes. Dann hieß es Sachen packen und auf zu den Stromschnellen des Yläköngäs, wo wir unser Glück versuchen wollten. Die Fahrt war ca. 20km lang und es ging ständig entlang des Flusses in westlicher Richtung. Im Bereich der Stromschnellen waren wir so ziemlich alleine, überhaupt ist derzeit ganz wenig los hier im Norden. Wettertechnisch war es stark bewölkt und recht kühl, windig und teilweise auch regnerisch. Eigentlich gute Voraussetzungen zum Angeln. Den ganzen Nachmittag angelten wir wie die Wilden, aber der erhoffte große (oder auch kleine) Fang blieb aus. Zwischendurch wurden wir kontrolliert und alle erforderlichen Angellizenzen wurden eingefordert. Dies sind zum einen die staatliche Lizenz, die in ganz Finnland gültig ist und derzeit 39,-€ pro Jahr kostet, zum anderen die Lizenz für den Teno, die für den Bereich in dem wir Fischen 25,-€ pro Tag für Erwachsene und für Kinder unter 18 Jahre 10,-€ pro Woche kosten. Bootslizenzen sind deutlich teurer und hinzu kommen noch Bootsmiete und wenn man die Dienste einheimischer Bootsführer in Anspruch nehmen möchte wird die Sache so richtig teuer…

Auch wenn wir nichts gefangen haben, der Tag war schön, die Landschaft ist atemberaubend und es macht uns allen Spaß in der Natur zu sein.

Die Wetteraussichten sind nicht besonders gut, in den kommenden Tagen soll es nicht nur kühl, sondern auch richtig kalt werden. +1°C in der Nacht von Samsag auf Sonntag, das ist doch mal ein Wort.

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Ach ja, heute gab es noch eine kleine Besonderheit, der Tacho unseres Käfers hat sich „genullt“, will heißen, dass dieser Tachon nun die 100000km-Marke überschritten hat und da die alten Tachos nur fünfstellig waren erscheint dann plötzlich die Zahl 00000 auf dem Tacho. Früher gab es übrigens für diese km-Leistung von VW eine Plakette. Also eigentlich müssten wir jetzt auch eine bekommen. Da VW eine solche Anerkennung nicht mehr im Programm hat, starte ich hiermit einen weltweiten Aufruf:

WER VERLEIHT UNSEREM KÄFER DIE 100000KM-PLAKETTE?

Unser Abendessen bestand aus: Chicken-Wings, Makkaroni, scharfer Tomatensauce mit Paprika und Tomaten-Gurken-Salat.

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13. August 2016 (geschrieben von Matti)

Heute mal wieder ein kurzer Text, da wir gestern schon sehr viel zum Angeln geschrieben haben. Wir sind heute wie fast immer um 10 Uhr finnische Zeit aufgewacht und haben ganz normal gefrühstückt. Als Papa dann die Wäsche gewaschen hatte, ging es wieder los zum Angeln. Doch Kalle startete nicht so glücklich, denn er blieb mit seinem neuen Blinker direkt bei den ersten Würfen zwischen zwei Steinen hängen und ihm riss die Schnur mit vielen Metern ab. Doch heute war es zum Glück nicht so windig wie gestern und es schien zum Teil sogar die Sonne durch die Wolken. Aber Kalle und ich hatten nach ein paar Stunden keine Lust mehr zu Angeln und gaben es auf. Abends gab es eine Zwiebelsauce mit Grillimakara (Bradwuast) und Kartoffeln mit Tomatensalat.

14. August 2016 (geschrieben von Kalle)

Wir haben mal wieder ausgeschlafen obwohl es nachts nur knapp über 0°C hatte und haben dann zum Frühstück „bacon and eggs“ gemacht. Da wir unsere Zelte schon vor dem Essen abgebaut hatten konnten wir direkt nach dem Essen nach Karigasniemi fahren. Die Fahrt nach dorthin (100km) war kurz und wir waren schnell dort. Sie führte uns entlang des Teno-Flusses, tolle Landschaften und viele schöne Eindrücke inklusive. Am Campingplatz Tenonrinne haben wir uns für zwei Nächte ein Mökki (Ferienhaus) gemietet, außerdem musste Papa die Kupplung vom Käfer nachstellen.

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Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch werden wir wieder zelten, weil dann alle Mökkis von einer Gruppe Motorradfahrer reserviert ist. Die Kupplung funktioniert jetzt wieder einwandfrei.

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Die Campingplatzbesitzer sind ältere Leute, supernett und als sie mitbekommen haben, dass wir mit einem alten Käfer unterwegs sind hat der Mann uns einen uralten Keilriemen für einen Käfer geschenkt.

Der Campingplatzbetreiber hat übrigens ein „Reparaturbild“ unseres Käfers auf seine Facebook-Seite gestellt. Schaut mal hier: https://m.facebook.com/Tenorinne

Matti und ich haben den Campingplatz erkundet, danach waren wir Einkaufen. Ich habe Feuer für die C (finnische  Grillwurst) gemacht und Papa und Matti haben Makkaroni und die Soße gekocht. Als dann die Nudeln fertig waren, kamen die beiden hoch zum Feuer und wir haben unsere Würstchen gegrill. Später saßen wir noch lange am Lagerfeuer und Papa hat uns noch „Lagerfeuergeschichten erzählt und wir sind dann um 23:45 ins Bett gegangen und haben geschlafen.

15.August 2016 (geschrieben von Petteri)

Tag der Geschichte!

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Aufgrund eines Tipps sind wir zu einem ausführlichen Ausflug nach Norwegen gefahren. Nahe der Ortschaft Skogganvarre haben wir ein einzigartiges Relikt aus vergangenen Tagen besichtigt. Bei kühlem aber sonnigem Wetter konnten wir uns die Überreste des größten Feldlazaretts im gesamten Lappland anschauen. Dieses Lazarett wurde von deutschen Truppen im 2. Weltkrieg errichtet und beim Rückzug aus Norwegen Ende 1944 vollständig zerstört. Das Besondere hier ist allerdigs, dass man alles so belassen hat, wie es damals war. Heute kann man völlig frei und ungehindert durch dieses Gelände laufen und man findet die Überreste von Krankenstation, chirurgischer Abteilung, Rehabilitationsgebäuden, Küche, Verwaltung, Werkstatt, Luftschutzbunker, Lager usw. Nirgendwo, außer im Eingangsbereich des Geländes, welches man über eine Hängebrück erreicht, finden sich Hinweisschilder. Wir waren also mehr oder weniger auf uns selber gestellt bei der Interpretation der Dinge, die uns da so begegnet sind. In der Nähe der Werkstatt haben wir die Reste zweier alter LKW gefunden, überall standen Bettgestelle im Wald und z.T. an den Stellen in der Krankenstation, wo sie zurückgelassen wurden. Alte Feuerlöscher, Benzinkanister der Wehrmacht mit eindeutiger Beschriftung, Töpfe, Lapen, Eimer, Schubkarren und so weiter und so fort. Sehr beeindruckend und unter nmusealen Aspekten betrachtet absolut einigartig. So etwas habe ich noch nie gesehn und es sehr sehr spannend mit Matti und Kalle diesen Ort zu erkunden. Die beiden hatten viele Fragen und es war deutlich spürbar, dass auch beeindruckt waren.

Nichtsdestotrotz wurde mir mal wieder klar, wie grausam dieser Krieg gewesen sei muss und das so etwas zum einen nie vergessen werden darf und zum anderen so etwas auch in Zukunft nie wieder geschehen darf. Leider gibt es derzeit mehr Kriege und Krisengebiete auf der Welt, als je zuvor. Das macht mich traurig!

Nach unserer Rückkehr sind wir dann noch mal losgezogen, um unser Angelglück an einem der nahe gelegenen Seen zu versuche. Diesmal hatte ich ein wenig mehr Glück und konnte eine Forelle zumindest für kurze Zeit an den Haken bekommen, leider ist es mir nicht gelungen sie anzulanden…

Morgen ist unser letzter Tag zu Dritt, übermorgen wird die Gruppe mit Ulla hier in Karigasniemi an und dann beginnt das nächste Kapitel unserer Reise:

„Auf zum Nordkapp!“

15. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Angeln an den Stromschnellen von Matinköngäs stand heute auf dem Programm, aber leider haben wir wieder nicht de erhofften Fang machen können. Die Fahrt an diesen Ort war aber ein kleines Erlebnis, führte sie uns doch nahezu 40km über eine gute Schotterpiste. Diese Straße ist der Landschaft gut angepasst, entsprechend viele Kurven, Steigungen und Gefälle hat sie auch. Dank Heckantrieb macht das richtig Spaß mit dem Käfer und wir hatten viel Spaß. Die Landschaft hier ist sehr abwechslungsreich, teilweise fährt man durch die Tundra, in den Tälern wechseln sich dann Birken- und Nadelwälder ab, es gibt Hügel und Berge, immer wieder Seen und omnipräsent ist der Tenojoki, der westlich von Karigasniemi Inarijoki heißt.

Hier ein paar Impressionen des heutigen Tages:

Am Abend haben wir unsere Siebensachen gerichtet, morgen im Laufe des Vormittags treffen Ulla und die anderen Menschen mit ihren alten VWs hier ein und wir setzen unsere Reise fort. Habe eben mit Ulla telefoniert, sie ist derzeit in Sovintovaara am Inarisee, die Stimmung ist wohl super und einige der Mitfahrer sind alte Bekannte! Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Tage.

 

Die ersten Tage unserer Reise

28. Juli 2016 (geschrieben von Kalle)

Vollgepackt  bis unters Dach sind wir heute morgen um kurz nach 9 Uhr losgefahren und wir haben uns riesig gefreut, denn es ging endlich los zur 1. Etappe nach Wolfsburg. Dort werden wir uns morgen das Volkswagen Museum anschauen gehen. Doch in Freiburg Nord war Stau und wir mussten den Stau umfahren. So sind wir durch Emmendingen gefahren und sind dann wieder auf die A5. Karlsruhe: 4km Stau wir mussten durch, denn man konnte ihn nicht umfahren. Auf dem weiteren Weg haben wir uns mit Dean und Anita im IKEA in Mannheim getroffen, wo wir was zusammen essen gegangen sind. Wir haben Dean vor vier Jahren auf der Insel Hailuoto in Finnland kennen gelernt, als er eine Europatour mit dem Motorrad gemacht hat.

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Dean und Anita aus Minnesota

Es war angenehm zu fahren denn es war nicht so heiß wie die letzten Tage und mit der Musik die wir laufen lassen haben wurde es noch angenehmer. Es war einfach nur toll. Plötzlich kam jemand von  ganz außen an geschossen und dann wollte er neben uns auf eine Tankstelle fahren und wäre fast in uns reingefahren doch Papa konnte ganz knapp noch ausweichen wir drei standen ziemlich unter Schock. In Göttingen hat es dann noch angefangen zu regnen. Die Fahrt heute war lang. Trotzdem war es ein schöner Tag und wir freuen uns auf den nächsten. Und zum Schluss noch ein Bild von unserem Campingplatz in Wolfsburg:

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29. Juli 2016 (geschrieben von Matti)

Heute sind wir um 8 Uhr aufgestanden und haben erstmal unsere Sachen gepackt, damit wir gleich ins Volkswagen – Museum fahren konnten. Dort haben wir uns etwa anderthalb  Stunden die alten und neuen Autos angeschaut. Doch der Grund warum wir ins Museum gegangen sind war leider nicht da. Da er in der Werkstatt war und demnächst an der Sunshine-Tour mitfahren wird. Dieses Auto haben wir  in Finvor ein paar Monate in Finnland gekauft und es ist ein Jeanskäfer von 1975, den wir am Montag abholen werden. Nachdem wir durch das superspannende Museum gelaufen sind, haben wir den Rest im Käfer zusammengepackt und haben uns dann auf den Weg nach Hamburg gemacht. Anfangs hatten wir Probleme mit unserem Lautsprecher doch diese waren leicht zu beheben. „Itˋs like that“ von Run DMC lief dann ganz laut als Erstes. Wir kamen ungefähr zwei Stunden später am Campingplatz Elbecamp an dort haben wir erst mal uns ein schönen Platz ausgesucht unsere Zelte aufgebaut und haben danach Torteloni mit Schinken-Sahne Sauce gekocht.

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Später hat  es noch angefangen zu regnen und wir sind dann früh ins Bett gegangen und haben tief und fest geschlafen.

30. Juli 2016 (geschrieben von Matti)

Wir sind heute um 8 Uhr aufgestanden du haben unsere nassen Sachen eingepackt und wir mussten dann alles zum Käfer bringen. Wir sind dann um 9:30Uhr nach Hamburg gefahren und haben uns mit Roshy und Jann getroffen. Roshy hat uns den Heckgepäckträger verkauft und Jann ist der Chef von der Oltimertankstelle Hamburg und Jann, der Freund von Roshy. Roshy hat eine Volkswagen Käfer Cabrio von 1964.IMG_2289

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Wir haben dann ein „Käfertreffen“ gemacht und zusammen gefrühstückt. Als die beiden gehen mussten haben wir uns noch die Hafencity, die Elbphilharmonie, die Speicherstadt und die Oldtimertankstelle angeschaut.

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Wir sind dann um 14:00 Uhr nach Lübeck gefahren und waren dann um 15:15 in Lübeck.

Ergänzungen zum 30. Juli (geschrieben von Petteri)

Nachdem wir uns mal wieder in Lübeck umgeschaut haben, durch die volle Fußgängerzone gelaufen und anschließend noch ein leckeres Eis gegessen hatten, waren wir pünktlich um 18.00 Uhr in der Pizzeria L´Osteria. Hier waren wir auch letztes Jahr schon eingekehrt uns dieses Lokal ist den Jungs nachhaltig in Erinnerung geblieben, also haben sie beschlossen, dass wir auch dieses Jahr hier wieder eine Stärkung zu uns nehem werden. Lecker war´s und im Anschluss ging es gemütlich in Richtung Travemünde. Kurzes Cruising durch die Stadt und weiter zum Skandinavienkai, Check-In zur Fähre nach Helsinki und dann warten, warten, warten…

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Erst gegen Mitternacht konnten wir auf´s Schiff un dauch dann mussten wir noch bis 01.00 Uhr nachts warten, bis wir endlich in die Kabine durften. Zwischenzeitlich haben wir uns die Wartezeit traditionell mit Cola, Bier und Nüssen vversüßt. Gespräche mit zwei netten Bikern, die auch an´s Nordkapp wollen ließen die Zeit schnell vergehen. Schnell sind wir alle drei eingeschlafen und haben ordentlich ausgeschlafen!

31. Juli 2016 (geschrieben von Petteri)

 

Seetag auf dem Schiff (Finnstar)

Heute morgen haben wir mal so richtig lange geschlafen… Der Wecker hat zwar um 08.00 Uhr geklingelt, aber nach kurzer Rücksprache mit den Jungs war es wieder ruhig in unserer Kabine. Erst , gegen 10.30 Uhr erweckten unsere Lebensgeister und nach gründlicher Körperreinigung ging es dann zum Brunchen in´s Restaurant. Wir hatten einen reservierten Tisch am Fenster du das aufgefahrene Buffet konnte sich sehen lassen. Gut gestärkt haben wir das Schiff „untersucht“ um dann einen gemütlichen Tag einzuläuten. Was kann man also auf einer so langen Schiffsreise tun außer Gemütlichkeit walten zu lassen??? Die Antwort ist klar: Chillen!

Das Wetter heute war richtig schön, die Sonne hat sich den ganzen Tag über von ihrer besten Seite gezeigt und wir konnten viel draußen sein. Nachmittags waren wir in der Sauna und im Whirlpool, zwischendurch einen Kaffee, ich habe die Erlebnisse der letzten Tage gepostet und es war wirklich schön. Das Schiff ist in Ordnung, man sieht die Spuren der letzten Jahre, aber es wurde einiges erneuert und verbessert. Auch wenn der „Dampfer“ ziemlich ausgebucht ist, Platz ist genug und alles funktioniert. Am Abend haben wir fürstlich gegessen, pappsatt und wieder gestärkt haben wir den weiteren Abend verbracht.

Die Pläne für den morgigen Tag sehen so aus:

– Ankunft in Helsinki um 09.00 Uhr

– Fahrt zum Campingplatz „Rastila“

– Ullas Zelt suchen und unsere Zelte aufbauen

– Fahrt in die Innenstadt

– die Jungs treffen sich mit Ulla

– 13.00 fahre ich mit dem Bus nach Hamina, wo ich um

– 15.35 meine liebe Tante Raili treffe, um dann sofort zur Zulassungsstelle zu fahren um dort unseren 2. Käfer zuzulassen

– Fahrt nach Summa, wo das gute Stück steht

– Weiterfahrt nach Helsinki

– Familienabend

Ob das alles klappt? Morgen Abend wissen wir mehr…

o1. August 2016 (geschrieben von Kalle)

Wir sind heute um 8 Uhr finnische Zeit aufgestanden und haben dann was gegessen. Um 9:30 Uhr kamen wir im Hafen an und konnten um 10 Uhr vom Schiff. Danach sind wir dann zum Campingplatz gefahren und haben unsere Zelte aufgebaut und trocknen lassen. Wir sind dann um 11:30 Uhr mit der U-Bahn in die Innenstadt gefahren und haben auf dem Markt Lihapiiraka gegessen. Um 13 Uhr ist Papas Bus nach Hamina gefahren weil dort der zweite Käfer steht. Wir haben uns mit Mama getroffen. Wir drei sind dann noch ein bisschen durch Helsinki gelaufen und dann sind wir zum Camping mit der U-Bahn gefahren. Dort sind Matti und ich noch schwimmen gegangen. Um sieben Uhr kam Papa dann an und wir haben uns den  zweiten Käfer angeschaut.

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und einen lokalen Käfer haben wir natürich auch schon gesehen!

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02. August 2016 (geschrieben von Matti)

Um 10 Uhr hat Papa uns geweckt und wir haben gleich gefrühstückt. Danach haben wir die Metro in die Innenstadt genommen. Dort mussten wir eine halbe Stunde hinlaufen. Um 12.45 Uhr hat Mamas Sprachkurs aufgehört und wir haben sie bei ihrem Klassenzimmer abgeholt. Direkt nebenan war noch ein Gebäude der Universität Helsinki mit einer Mensa in der wir Mittag gegessen haben. Da alle von uns noch in die Stadt wollten sind wir nochmal in die Innenstadt gefahren. Wir hatten uns spontan dafür entschieden auf die Festungsinsel Suomenlinna zu fahren und dass war eine sehr gute Entscheidung. Das Wetter war Klasse und es war toll sich die alten Mauern der Festungsanlage anzuschauen. Wir haben sogar riesige Kanonen aus kürzester Entfernung anschauen können. Das war echt cool. Wieder auf dem Campingplatz angekommen sind Kalle und ich direkt wieder schwimmen gegangen. Kalle konnte man fast nicht mehr aus dem Wasser bekommen. Abends gab es noch Kartoffeln mit Quark und Salat.

03. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Sind heute direkt nach dem Frühstück aufgebrohen und haben uns auf den Weg in Richtung Norden gemacht. Der erste Zwischenstopp war in Mäntsälä, wo wir den ortsansässigen Käferschrauber der Firma Kuplapaja besuchen wollten. Leider war niemand anzutreffen und auch telefonisch habe ich keinen Kontakt herstellen könne. Schade! Dennoch war das Gelände die reinste Augenweide, denn rund um die Werkstatt standen eine Vielzahl von Kädern und Bussen im zusatnd von „da geht gar nix mehr“ bis hin zu wunderbren , gut aufgebauten Autos, Besonders spannend sind natürlich Autos, die am Waldrand stehen und das schon seit längerer Zeit…

Weiter ging es dann bis nördlich von Jyväskylä, wo wir jetzt unsere Zelte aufgeschlagen haben und auch noh eine zweite Nacht bleiben werden. Der kleine Campingplatz Metsäranta Campingplatz Metsäranta liegt idyllisch an einem See und die Jungs waren natürlich auch schon angeln. Die Besitzerin Tuula ist eine Meisterin im Bcken von Hefegebäck wie z.B. Pulla und Korvapuusti, außerem bietet sie frisch zubereitetes Essen an. Lecker, lecker!

IMAG1909 Wettermäßig war es heute eher durchwachsen, es hat immer wieder geregnet und es war insgesamt gewittrig, aber gleichzeitig auch angenehm warm, erst gegen Abend kam die Sonne wieder zum Vorschein.

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04. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Regentag!

Vormittags war das wetter noch ganz in Ordnung, gegen Mittag fing es zu regnen und bis jetzt hat es nicht mehr aufgehört… Auch das gehört zu einer Reise nach Finnland, wir hatten dennoch viel Spaß und waren im lokalen Automuseum ungefähr 10km entfernt von unserem Campingplatz. In einer großen Scheune steht dort eine nette Sammlung verschiedenster Fahrzeuge, von Kutschen über Autos aus den 20ern, Motorrädern und Fahrrädern, außerdem stehen da viele alte Maschinen und eine ganze Menge an interessanten zeitgenössischen Gerätschaften.  Besonders interessant war ein altes Krämerauto aus den 20er-Jahren mit selbstgebautem Aufbau, sowie ein Ford Model TT, umgebaut zum Bus.

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Wir waren die ersten und wahrscheinlich einzigen Gäste, der Mitbesitzer zeigte uns auch noch das Nebengebäude und die darin verborgenen Schätze: alte Busse, Traktoren, ein originales Wehrmachtsgespann und einen alten Mercedes von 1938 usw. Solche Museen sind immer spannend, weil immer mit lokalem Bezug und die Betreiber geben gerne Auskunft über ihre Schätze. Morgen werden wir dann noch ein Flugzeugmuseum besuchen und im Anschluss etwa 200km Richtung Norden weitertuckern. Ziel ist der Campingplatz in Emolahti, wo dann am Samstag ein Oldtimertreffen stattfinden wird. Habe eben den Organisatoren angerufen und er sagte mir, dass u.a. auch sechs Käfer angesagt und wir ganz herzlich eingeladen sind. Ich bin ja mal gespannt, was uns da erwartet! So sieht der Flyer zu diesem Event aus:
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05. August 2016 (geschrieben von Petteri)

Und genau wie oben beschrieben haben wir es dann auch gemacht. Das Flugzeugmuseum war hauptsächlich mit alten Militärflugzeugen bestückt, allerdings waren da viele echt alte und skurrile Flieger dabei. Vor dem Museum standen einige alte Kampfflugzeuge und da nichts abgesperrt war, habe ich unseren Käfer einfach mal dazu gestellt.

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Auf dem Camingplatz in Emolahti angekommen wurden wir sofort ganz arg freundlich begrüßt, Risto der Veranstalter und drei seiner Kumpel, die alle in der ortsansässigen Zink- und Kupfermine arbeiten freuten sich, dass wir tatsächlich zum Treffen kommen. Das war ein toller Anfang! Den Abend verbrachten wir damit unsere Zelte auzubauen und es uns gemütlich einzurichten, die Jungs waren angeln und ich habe die Seele baumeln lassen. Gegen später fing es dann an zu regnen und es hat ziemlich lange und  heftig geregnet.

06.08.2016 (geschrieben von Matti)

Völlig übermüdet stehen wir um etwa 10 Uhr auf, da wir durch den nächtlichen Regenschauer nicht einschlafen konnten. Doch trotzdem fahren wir erst mal einkaufen. Alle freuen sich, da es heute ein fettes Frühstück gibt: Rührei, Bacon und eine heiße Tasse Tee! Nach dem stärkenden Frühstück geht es uns viel besser! Und auch die ersten Ami-Kisten kommen schon angerollt. Da wir gestern als Erstes auf dem Treffen waren bekommen wir auch Nummer 1 und der Veranstalter sagt mit einem zwinkernden Auge: „Ein Käfer auf einem Ami-Treffen muss natürlich die 1 haben.“ Es ist schon 12 Uhr und wir hören plötzlich laute Motoren die warm gemacht werden. Als wir der Sache auf den Grund gehen wollen trauen wir kaum unseren Augen: Ein Ski-doo (Schneemobil) fährt gerade auf das Wasser hinaus und Papa sagt gleich: „So was hab ich ja noch nie gesehen!“ zugegeben das war schon ziemlich krass wie die Dinger da mit etwa 90 kmh über´s Wasser pflügen. Nun sind wir endgültig wach! Papa macht Fotos und redet mit den Leuten des Rennstalls. Und so sieht das dann live und in Farbe aus:

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Doch eigentlich sollten wir wieder zurück auf den Parkplatz, denn wir müssen ja die ganzen Autos anschauen. Und das machen wir auch, denn jetzt kommen die Vollkracher: von alten Mustangs über die 600 PS starken Autos bis zu alten Käfern ist alles dabei. Es ist schon Mittags als es dann heißt: Ausfahrt!!! Papa und ich wollen nicht mit aber Kalle will und kriegt auch noch einen Platz in einem alten De Soto des Mitveranstalters Risto. Kalle freut sich riesig und Papa meint, dass wir das Spektakel ja filmen können. Ich fand das war eine gute Idee und Papa holte die Go-Pro aus dem Käfer. Als es dann los ging wurde es laut und die Motoren heulten laut auf. Ein verrückter Fahrer machte sogar ein Burnout auf der Straße und zog dann mit den anderen mit. Zwei Stunden später kam Kalle wieder zurück und das Grinsen wich fast nicht mehr aus seinem Gesicht… Um 6 Uhr startete eine erneute Show der Ski-doos und wir waren schon ganz gespannt was jetzt passieren würde. Und direkt in der ersten Runde passierte es: zwei Schneemobile gingen unter! Wir waren so gespannt was die Fahrer machen werden, einer blieb bei seiner Maschine da sie etwas weiter im Wasser lag und der andere konnte an Land laufen. Die Crew erklärte uns, dass sie innerhalb von einer viertel bis halben Stunde beide Motoren wieder zum laufen bringen würden. Und davon waren wir ganz schön beeindruckt. Die Crew fuhr mit einem speziellen Boot auf das Wasser, um die Schneemobile zu bergen. Die Leute der Maschinen wussten was sie machen müssen und begannen an der ersten Maschine zu schrauben, denn bis das zweite Ski-doo an Land geholt werden konnte, musste das Erste fertig sein. Das gelang und zwar innerhalb von acht Minuten. Als dann beide fertig waren haben wir uns dafür entschieden, etwas zu essen und das war auch dringend nötig, denn ich hörte schon meinen Magen grummeln. Kurz vor Ende des Tages wurden wir noch von einer Frau der örtlichen Zeitung interviewt. Und zum krönenden Abschluss haben wir nochmal abgeräumt: einen Sonderpreise für unsere Tour, die längste Anreise und bei der Tombola hat Papa dann auch noch zwei Preise gewonnen (Arbeitshose, 4 T-Shirts, ein Bandmaß, zwei Schlüsselanhänger und eine Sporttasche, Ohrenstöpsel usw.) Ein toller Tag, ein tolles Treffen, nette Leute und echt coole Autos!

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07. August 2016 (geschrieben von Kalle)

 

Heute sind Matti und ich um 6.00 Uhr aufgestanden, denn wir wollten die ganzen Pfand-Dosen einsammeln. Aber alle wurden nach den ganzen Bands schon aufgeräumt, deshalb sind wir wieder ins Zelt gegangen und habe noch mal geschlafen. Als wir wieder aufgewacht sind haben wir die Planen von den  Zelten trocken lassen und wir haben die Zelte in die Sonne gestellt damit sie auch trocknen können. Danach haben Brötchen mit Butter und die Reste von unserem Käse und unserer Wurst gegessen. Gegen 12 Uhr sind wir die Zelte abbauen gegangen. Um kurz vor 13 Uhr sind wir in Richtung Oulainen zu Ari gefahren dort kamen wir dann um ca. 14.45 an. Dort sind wir dann um 16 zu einem Pesäpallo-Spiel gefahren und haben es mit großer Interesse angeschaut, denn wir haben noch nie ein solches Spiel angeschaut. Pesäpallo ist die finnische Variante von Baseball und hierzulande äußerst beliebt. Die Heimmannschaft hat gewonnen.

Abends waren wir noch zusammen einkaufen und haben danach noch gegrillt. Es war schön Ari mal wieder zu sehen, der ist nämlich echt nett und fährt auch einen Dickholmer, so wie wir!

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Countdown

Der Countdown läuft…

Jetzt sind es nur noch 11 Tage, bis unsere Reise beginnt. Das heißt so langsam müssen wir uns Gedanken darüber machen, welche Route wir bis nach Travemünde nehmen werden, wo wir übernachten wollen und was wir uns auf dem Weg so alles anschauen werden.

Stand heute kann ich sagen, dass wir auf jeden Fall nach Wolfsburg ins VW-Museum http://automuseum.volkswagen.de fahren werden, anschließend nach Hamburg weiterfahren um dort unter anderem die legendäre Oldtimertankstelle zu besuchen. http://www.tankstelle-brandshof.de/index.php/tankstelle-45.html Leider habe ich vor ein paar Tagen gesehen, dass hier gerade Betriebsurlaub ist, wenn wir in Hamburg sind. Dennoch schauen wir da vorbei, um ein paar stilvolle Bilder zu machen. Vielleicht reicht es ja auch noch in der Speicherstadt vorbeizuschauen, bevor unsere Fähre in Richtung Helsinki fährt.

Vorbereitungen…

Morgen geht´s los! Der Käfer ist bereit für das große Abenteuer, die Sachen sind gepackt und wir freuen uns. Endlich ist es soweit, die vielen Stunden und Tage der Vorbereitung sind ´rum, noch einmal schlafen, dann heißt es:

„GENTLEMAN, PLEASE START YOUR ENGINE“

MIT 34 PS IN EINEM 54 JAHRE ALTEN VW KÄFER AUS SÜDDEUTSCHLAND AN´S NORDKAP.

Coole Nummer, wir starten.

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Heute Abend nach dem Packen waren wir noch in Kandern und haben dort am Blumenlatz eine Pizza bei Luigi genossen. Lecker wie immer und ein guter Start in die Sommerferien.

Die Vorgeschichte

 Unser Blog zur Sommerreise nach Lappland!

Der Dinge Anfang war die Idee zum 50. Geburtstag mal was anderes zu machen… Vor vier Jahren, im Sommerurlaub 2012, waren wir schon einmal in Lappland und haben dort unser Glück am Teno-Fluss herausgefordert und leider verloren. Keinen einzigen Lachs haben wir gesehen noch hat einer angebissen. Zwei Tage in herrlicher Landschaft, viele Blinker weniger in den Kisten und dennoch war es schön. Irgendwie blieb der Wunsch nach „dem Biss“ lebendig und schließlich kam die Frage auf „Was machst du eigentlich an deinem 50. Geburtstag?“ Große Feiern sind nicht so mein Ding, show&shine überlasse ich lieber anderen, das Feiern des „Runden“ muss nicht unbedingt sein und trotzdem… Was Besonderes zu tun ist schon eher mein Ding.

Also zurück zum Teno-Fluss. „Wir könnten ja gemeinsam nach Finnland fahren und ich klinke mich für eine Woche aus und fahre nach Lappland.“ War einer der Gedanken, der im Herbst 2015 so durch meinen Kopf ging. Normalerweise fahren wir immer mit unserem treuen guten alten Westfalia Club Joker nach Finnland. „Hmm, und wie komme ich dann nach Lappland? Fliegen? Bus? Bahn? Mietwagen? Keine Ahnung!

Letztes Jahr im August waren wir zum 3. Mal bei einem VW-Treffen in Finnland. Die Veranstalter sind die nördlichste Abteilung des „Volkkariyhdistys“ (das ist der finnische VW-Club, wenn man so will) und richten jährlich Ende August das Treffen mit dem Namen „Kesäkauden Päättäjäiset“ aus, was soviel heißt wie „Ende der Sommersaison“. Ein sensationelles Treffen, tolle Menschen, super Autos, klasse Programm und das immer an wechselnden Orten im nördlichen Finnland so mehr oder weniger auf der geographischen Höhe von Oulu. Einer der Freunde dort sagte im August 2015Hey, du musst auf jeden Fall mit deinem Käfer mal wieder nach Finnland kommen, schließlich hast du ihn ja auch hier bei uns gekauft!

Und jetzt kommt unser Käfer in´s Spiel, denn der war nämlich eigentlich das Ziel zum 50. Geburtstag. Irgendwann im Herbst 2013 kam nach unserem ersten Besuch von „Kesäkauden Päättäjäiset“ bei mir der Wunsch auf mal wieder einen VW-Käfer zu fahren, ich weiß nicht genau warum, aber dieser Wunsch war plötzlich da! Also habe ich immer wieder mal sporadisch aber wenig konkret geschaut, mich über die Preise gewundert, weitergeschaut, geträumt, wieder geschaut und so weiter und so fort. Nichts Konkretes, aber das Thema war immer wieder in meinem Kopf. 2014 waren wir in Finnland und da ist mir dann im Internet ein Käfer aufgefallen, der exorbitant teuer und irgendwie trotzdem interessant war. Auf dem Rückweg kamen wir in Jyväskylä vorbei und dann habe ich spontan beim Verkäufer angerufen und am nächsten Tag konnten wir das Auto probefahren. Mir wurde schnell klar, dass dieses Auto echt gut erhalten, unrestauriert mit toller Geschichte, authentisch mit viel Patina – kurzum – der Knaller ist. Kalle sagt schon bei der Probefahrt: „Papa, den musst du kaufen!“ Diese Probefahrt war übrigens das allererste Mal, dass unsere beiden Söhne in einem Käfer saßen. Seitdem haben auch sie den Käfervirus, sind der Faszination dieses Autos erlegen und finden es cool. Wir haben das Auto an diesem Tag nicht gekauft, sind wieder nach Deutschland gefahren und seit November 2014 steht er doch bei uns in der Garage… Aber das ist eine andere Geschichte!

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Planung der Sommerreise 2016: Lappland, Lachsfluss, alleine, aber womit da hochfahren? KÄFER!!! Es hat Klick gemacht. Wir fahren mit Bus und Käfer, ich klinke mich aus und fahre alleine nach Lappland. Soweit so gut, aber jetzt wird´s spannend, denn ich habe meine Rechnung ohne meine Kinder gemacht. Tja, als Matti und Kalle so richtig mitbekommen haben, was in meinem Kopf so vorging haben sie sehr sehr schnell beschlossen „Wir kommen mit! Und zwar mit dem Käfer! Ganze Strecke und volles Programm! Keine Diskussion!

Wie cool ist das denn? Wie sind die denn drauf? Wunderbar, was haben wir für tolle Kinder? Also gut, der Plan wird geändert, Papa und die Jungs im Käfer nach Lappland zum Lachsfischen. Saubere Sache! So machen wir das! 🙂 🙂

Und schnell war auch das passende Logo gefunden, eine Postkarte, die ich vor einigen Jahren mal in Helsinki gekauft hatte. Ein ganz tolles altes Werbeplakat aus den 30er-Jahren. „Fishing in Finland“ Passt doch, oder? Ich werde eine Folie davon herstellen lassen und diese dann an der Fahrertür aufkleben. Diese Idee gefällt mir sehr! Und so sieht das Logo aus:

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Seit einigen Jahren bin ich in der finnischen VW-Szene unterwegs und kenne mittlerweile eine ganze Reihe sehr netter Menschen, die sich alten VWs verschrieben haben. Einer meiner Freunde in Nordfinnland sagte mir vor ein paar Monaten, dass eine Gruppe eine Reise an´s Nordkapp plane und er auch mit dem Gedanken spielt mitzufahren.  Die Planung der Reise steht im VW-Forum, die Adresse lautet : http://www.volkkaripalsta.com. Leider ist diese Seite auf Finnisch, für mich kein Problem, für den geneigten Leser ganz sicher nicht einfach… Ausgangspunkt dieser Reise ist Oulu. Die Fahrt soll an den Inarisee führen, von dort an´s Nordkapp und wieder zurück Richtung Süden. Ziel der Reise ist dann das VW-Treffen „Kesäkauden Päättäjäiset“ in Kalajoki. Nette Idee…

Jetzt ist es aber erst einmal wichtig den Käfer auf Vordermann zu bringen. Eigentlich ist ja alles in Ordnung, nur das Getriebe hat doch einiges an Öl verloren und ich entschloss mich der Sache auf den Grund zu gehen und den Ölverlust zu stoppen. Als raus mit dem Motor und Getriebe. Der Ausbau dauerte der fachkundigen Hilfe von Guido etwa anderthalb Stunden, ich habe nur noch gestaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit und traumwandlerischer Sicherheit Guido diese Sache erledigt hat ohne auch nur ein einziges Mal in die bereitliegende Reparaturleitung zu schauen! Chapeau! Den Motor haben wir dann einfach nur zur Seite gestellt, schließlich war der ja erst komplett überholt worden, bevor ich den Käfer gekauft habe. Kein Handlungsbedarf. Das Getriebe zeigte sich arg verdreckt und verölt, da muss schon seit Ewigkeiten etwas undicht gewesen sein, Öl und Staub der finnischen Schottenpisten, auf denen der Käfer viele viele Jahre hauptsächlich unterwegs waren, sind eine innige Symbiose eingegangen. Recht schnell war klar, wo das meiste Öl herkam, ich fand insgesamt drei kleine Bohrungen im vorderen Bereich des Getriebes, die offensichtlich mal mit irgendwelchen Stopfen verschlossen waren, Reste davon waren noch vorhanden, eine Bohrung war komplett offen und das sind natürlich die besten Voraussetzungen für einen ordentlichen Ölverlust. Auf den Bildern kann man gut erkennen, wie das Getriebe aussah als wir es ausgebaut hatten. Da wartet eine wenig Arbeit! 🙂

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Mittlerweile – und auch das kann man in der Mitte unten und rechts sehen habe ich das Getriebe in mühevoller Kleinarbeit gesäubert, die Zahnbürste war dabei ein hilfreiches  Werkzeug. Einige Schwierigkeiten bereiteten mir die drei Bohrungen. Das Internet konnte mir keine zufrieden stellenden Antworten liefern, niemand schien wirklich zu wissen, was da ´reinkommt. Auch die Nachfragen bei einschlägigen Ersatzteilfirmen waren erfolglos. Des Rätsels Lösung kam schließlich vom Ersatzteilexperten des Autohaus Büchle in Binzen. Die Recherche ergab, dass es für diese Bohrungen passende Stopfen aus Aluminium gibt, sie wurden bestellt und waren ein paar Tage später schon an Ort und Stelle.

Weiter geht´s mit der Vorgeschichte in den kommenden Tagen…